4. September 2011:

Ländlerperlen erfüllten die Jostenkapelle


Ungewohnt volkstümliche Klänge eröffneten am vergangenen Sonntagabend die Reihe der Benefizkonzerte zu Gunsten der Jostenkapelle, die sich im Innern mitten in den Restaurierungsphase befindet. Simon Scheiwiller von der organisierenden Kulturkommission Galgenen freute sich in seinen Begrüssungsworten, dass sich die bekannte einheimische Ländlerkapelle Hegner-Ott extra für diesen Anlass zu einem kleinen Comeback entschlossen hat. Denn die von Radio und Fernsehen international bekannte Formation hatte sich wegen beruflicher Veränderung des Unteriberger Schwyzerörgelibauers Edgar Ott bereits vor 14 Jahren aufgelöst. Mit dem einheimischen Klarinettisten und Schwyzerörgeler Urban Huber und dem Bennauer Bassisten Peter Marggi engagierte Walter Hegner vom Gusöteli zwei begabte Musiker, die die beiden routinierten Ländlerkönige harmonisch ergänzten.



Wunderschöne Ländlerperlen erfüllten Schlag auf Schlag die ehrwürdigen Räume der Jostenkapelle und man spürte sofort, dass die begabten Solisten nichts von ihrem Können verloren hatten. Das Publikum erfreute sich an den unvergesslichen Kompositionen von Kasi Geisser, Kaspar Mutter, Sepp Boschi, dem Siebner Heiri Meier und vielen andern Ländlerkönigen. Auch Hits von der Kapelle Heirassa durfen nicht fehlen und das extra formierte Schwyzerörgeli-Duo Huber/Ott spielte gar Kompositionen von den einheimischen Ländlermusikern Sepp Huber und Kaspar Martin Kessler. Dabei überraschte der elfjährige Yves Walker die Anwesenden als begabter „Jung-Chleveler“ und erntete dafür grossen Applaus, wie auch alle andern Mitglieder der einmalig formierten Ländlerkapelle, die mit ihrem grossen Können vollends begeisterten.



Staunend konnte man die grosse Virtuosität von Walter Hegner an den verschiedenen Blasinstrumenten geniessen, perfekt ergänzt durch den Akkordeonisten Edgar Ott und harmonisch begleitet von Peter Marggi und Urban Huber, der auch im Klarinettenduo mit Walter Hegner überzeugte. So zerrann die gemütliche „Stubete“ in der Jostenkapelle im Nu und bestimmt hätten auch St. Jost und Bruder Klaus ihre Freude an den heimischen Klängen gehabt. Simon Scheiwiller verdankte in seinen Abschiedsworten den spontanen Einsatz der Ländlermusikanten zu Gunsten unseres kostbaren Kleinodes am alten Pilgerweg und warb für die weiteren Konzerte in den folgenden zwei Monaten. Die Kollekte dürfte den Spendenbarometer etwas voranteiben; der tolle Anlass hätte aber einen etwas grösseren Publikumsaufmarsch verdient. (rü)